Willkommen im Tierschutz
Eine Fotodokumentation über den Alltag im Tierheim Minden
Wie sieht er wirklich aus, der Alltag in einem Tierheim? Welche Geschichte steckt hinter jedem Neuzugang, jeder medizinischen Versorgung, jedem Moment zwischen Ankunft und Abschied? Über ein halbes Jahr habe ich die Mitarbeitenden des Tierheims Minden begleitet, um in einer Bildserie zu zeigen, wie viel Verantwortung, emotionale Belastung und stille Menschlichkeit Teil dieses Berufsfeldes sind.
Ein Blick hinter Türen, die sonst verschlossen sind
Tierheime liegen oft am Rand der Städte – geografisch wie gesellschaftlich. Die Einrichtungen sind notwendig, aber ihre Arbeit bleibt vielen unsichtbar oder wird falsch verstanden. In diesem Projekt möchte ich darüber aufklären.
Die fotografische Begleitung zeigt keine heroischen Inszenierungen, sondern echte Situationen. Es sind Bilder, die von Nähe sprechen, von Respekt und Routinen, von Überlastung und Hingabe.



Warum dieses Projekt wichtig ist
Obwohl Tierheime eine zentrale Rolle im Tierschutz übernehmen, kämpfen sie mit Personalmangel, finanzieller Unsicherheit und gesellschaftlicher Überforderung. Die Mitarbeitenden balancieren täglich zwischen organisatorischem Druck, emotionaler Arbeit und dem Anspruch, jedem Tier gerecht zu werden. Sie sind das letze Glied in einer Kette von problematischen politischen Entscheidungen, unzureichender Aufklärung und nicht übernommener Verantwortung.
Die Dokumentation möchte für diese Realität sensibilisieren – nicht mit erhobenem Zeige finger, sondern mit einem präzisen, emphatischen Blick. Sie möchte ermutigen, sich kontinuierlich zu hinterfragen und selber aktiv zu werden.
Über das Projekt
Die Serie entstand zwischen März und August 2024. Aus vielen Stunden Beobachtung ist eine umfangreiche Bildreportage entstanden. Die Fotografien verbinden dokumentarischen Anspruch und künstlerische Zurückhaltung – eine visuelle Sprache, die das Wesentliche nicht beschönigt, aber auch nicht überhöht.
Das Projekt versteht sich als Beispiel für viele soziale und helfende Berufsfelder, die in der öffentlichen Wahrnehmung unterrepräsentiert sind und möchte gleichzeitig die Bedeutung des Ehrenamts hervorheben, ohne das die Bedingungen in vielen Bereichen noch prekärer wären.
Es lädt dazu ein, den Blick zu erweitern, über Routinen des Urteilens hinauszugehen und eigene Haltungen gegenüber gesellschaftlich wichtigen, aber wenig sichtbaren Tätigkeiten zu reflektieren.
Weitere Infos
Die fotografische Arbeit ist als 80-seitiges Fotobuch, ergänzt durch kurze Textpassagen und Zitate der Tierheimmitarbeitenden erschienen. Ich freue mich über jeden einzelnen, der ein Exemplar kauft, der Erlös geht zu 100 % an das Tierheim. Ein sehr großer Dank geht dabei an JCC Bruns für die großzuügige Unterstützung bei dem Projekt. Das Buch ist für 15 EUR im Tierheim Minden erhältlich und per E-Mail bei mir.
