Kunst. Mensch.

„Ohne Kunst wird's still". Damit haben zahlreiche Menschen versucht, nicht nur auf die prekäre Situation von Kunst- und Kulturschaffenden aufmerksam zu machen, die die Folgen der Corona-Krise gezeichnet von Lockdowns nach sich gezogen hat, sondern sich für einen höheren Stellenwert von Kunst und Kultur einzusetzen. Die Aussage von Maria Kalesnikava, einer belarussischen Bürgerrechtlerin und Flötistin geht noch weiter. „Kunst hat mich gerettet" sagte sie in einem Zeit-Interview über die fünf Jahre, die sie in politischer Gefangenschaft verbrachte. Warum machen Menschen Kunst? Was genau ist es, das Kunst so wichtig macht, dass sie sogar retten kann? Das Projekt Kunst. Mensch. möchte ein klareres Bild von Kunst und ihrer Bedeutung zeichnen und befragt Künstler*innen fotografisch: Warum machst du Kunst? Ihre Antworten werden in Bild-Text-Formaten festgehalten, die neben der individuellen Motivationen der Künstler*innen auch die Rolle der Kunst als menschliche Antwort auf gesellschaftliche Herausforderungen zeigt. Ebenso fungieren die Fotografien als Spiegel, in dem Betrachter*innen ihre eigenen Fragen an die Kunst und die Gesellschaft erkennen. Sie zeigen auf, wie Kunst als Raum für Verbindung wirkt, in dem Komplexität ausgehalten werden kann und Menschen sich in Zeiten, in denen man immer öfter destruktive Kommunikationsebenen betritt, auf der Ebene Mensch begegnet. Dieses Projekt dokumentiert die schöpferische Energie, um am Ende eine Annäherung an die Antwort auf die Frage zu finden, warum Kunst existiert – und warum die Gesellschaft sie braucht.


Pia Fleckenstein. Salon Walter. 

Trauma

 Shaleen Rüter 

 Dr. Alexandra Neddermann 

Tanja Raisi

Oksana Svitla