Drei Tage Berlin. Laut, schrill, inspirierend, zynisch. Voller Geschichte und Gegensätze. Mit Anton Corbijns Bildern und vielen der Stimmen und Gesichter, die mich früher begleitet haben. Irgendwie haben wir uns vor ein paar Jahren verloren, die Fotografie und ich. Aber irgendwo zwischen diesen Straßen, den Menschen, der Musik und den Bildern fühlt es sich an, als wäre das, was sich seit einiger Zeit langsam wieder angenähert hat, nun endgültig zurück an seinen Platz gerückt.
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Italien 2012. Camping. Das Gefühl, ab jetzt fast drei Wochen raus und unterwegs zu sein. „Ich packe meine Sachen und bin draußen mein Kind“ habe ich irgendwo gepostet. „Ich wünsche dir Rückenwind“ hat jemand geantwortet. Rückenwind. Dieses Gefühl ist beim Anschauen der alten Fotos auch dann sofort wieder da, wenn man nicht einfach mal „raus“ sein kann und der Wind aus anderen Richtungen, als von hinten kommt. Wie schön das ist! Fotos sind halt nicht nur Abbilder. Sie konservieren auch Gefühle! Deswegen ist fotografieren so wertvoll. Vielleicht dreht der Wind ja.
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Rubjerg Knude. Ich war schon so oft hier. Nur noch nie bei Sonnenuntergang, soweit ich mich erinnere. Es ist ein schöner Ort. Da oben auf der Düne, wo man so weit gucken kann und nur den Turm, den Sand, das Meer und den Himmel sieht. Und auch im Kopf steht kaum was im Weg herum. Jedes Mal, wenn man dort ist. Seit so langer Zeit schon ist er einfach immer da, der Leuchtturm.
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„Behalte immer den Himmel im Auge“ hat mal jemand zu mir gesagt. So wie die Seele hat er die unterschiedlichsten Farben und Gesichter. Er zeigt uns, dass es immer noch etwas Größeres gibt.
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